Mein Studium an der EMBA

Hochschule

Du hast dein Abitur in der Tasche und fragst dich, wie es weitergehen soll. Ausland, Ausbildung oder Studium? Die Auswahl ist groß, was die Entscheidungsfindung jedoch nicht unbedingt leichter macht. Mein Weg führte mich nach meinem Abitur im Jahr 2016 für acht Monate nach Neuseeland. Nachdem ich wieder Zuhause angekommen bin, wusste ich immer noch nicht, wo mich mein Weg hinführt – irgendwas mit Medien sollte es sein. Ich wollte sowohl Arbeitserfahrung sammeln, als auch fundierte theoretische Kenntnisse erlangen. Einen Ausbildungsplatz für das nächste Jahr hatte ich zwar in der Tasche, aber ein Jahr Wartezeit war mir einfach zu viel – es sollte sofort weitergehen. Durch Bekannte habe ich dann von der Europäischen Medien- und Business-Akademie (EMBA) gehört und wusste sofort, dass mein beruflicher Weg hier starten wird.

Das DHS-Studienmodell

Das Motto der EMBA lautet privat studieren und gleichzeitig das Privileg eines staatlichen Bachelor-Abschlusses erhalten. Die ersten vier Semestern verbringen die Studenten an einem der Standorte der EMBA in den Städten Hamburg, Düsseldorf und Berlin. Ich habe mich natürlich für meine Heimat Hamburg entschieden. Jedoch sind alle Standorte absolute Hotspots der Medienbranche. Um den Bachelor-Abschluss erfolgreich mit einem staatlichen Abschluss abzuschließen, werden die Studenten nach einer erfolgreich bestanden Aufnahmeprüfung an der Hochschule Mittweida eingeschrieben, die zu den besten Hochschulen für Medien in Deutschland gehört. Das sogenannte Dezentrale Hochschulsystem (DHS) kombiniert also die Vorteile von privaten und staatlichen Hochschulen.

Die EMBA – Aufnahmeprüfung

Nachdem ich mich für den Standort Hamburg und den Studiengang Angewandte Medien mit der Studienrichtung Kommunikations- und Medienmanagement entschieden habe, ging es auch direkt weiter mit einem Beratungsgespräch. Hier konnten alle Fragen bezüglich des Studienablaufs und der Studienkosten geklärt werden. Nachdem mich das Gespräch noch viel mehr in dem Wunsch bestärkt hat, an der EMBA studieren zu wollen, ging es weiter mit dem dreistufigen Bewerbungsverfahren.

Zunächst musste ich ein Online–Bewerbungsbogen ausfüllen und unter anderem ein Motivationsschreiben verfassen sowie einen Lebenslauf einreichen. Innerhalb kurzer Zeit wurde ich zu einem 120-minütigen Eignungstest eingeladen, der absolut machbar ist. Neben Fragen rund um Allgemeinbildung, Rechtschreibung und Englisch-Kenntnisse, ging es vor allem auch um Konzeption und Kreativität. Anschließend erfolgte noch ein Bewerbungsgespäch, wo Stärken und Schwächen abgefragt wurden, sowie die Motivation für die Akademie und den Studiengang. Wer den Eignungstest nicht besteht, kann sich mit einem positiven Bewerbungsgespräch eine Studienplatz sichern. Mein Tipp: Sei authentisch und glaube an deine Fähigkeiten. Das Bewerbungsverfahren ist meiner Meinung nach nur eine formale Angelegenheit, denn von einer Ablehnung habe ich bis jetzt bei keinem Bewerber gehört. Grund hierfür ist, dass die Akademie ein Wirtschaftsunternehmen und somit abhängig von den Studienkosten ist.

Die EMBA – Studium

Gemeinsam mit 14 Kommilitonen habe ich zwei unglaublich lehrreiche und praxisnahe Studienjahre verbracht. Jedes Semester konnten wir theoretische Kenntnisse, die wir von Dozenten aus der Praxis erlangt haben, auch in der Praxis anwenden. Dabei haben wir Konzepte im Rahmen von Briefings für reale Unternehmen erstellt, dabei waren u.a. Ernsting´s Family und das Stadtmagazin Oxmox. Zum Rundum-Sorglos-Paket der EMBA gehört auch ein Mac Book Air für jeden Studenten, moderne Kursräume, Sprach- und Soft-Skill-Kurse, sowie Gastvorträge. Ich habe unter anderem Zertifikate im Business-English, Adobe Photoshop, Wissenschaftlichen Arbeiten und Excel während meines Studiums gesammelt. Anzumerken bleibt jedoch, dass beispielsweise eine Gala nach Beendigung der zwei Jahre nicht stattgefunden hat, obwohl diese anfangs versprochen wurde. Auch Gastvorträge fanden eher selten statt.

Die EMBA – Studienverlauf

Ein riesen Vorteil an der EMBA ist der strukturierte Modulplan, d.h. alles Module finden nacheinander statt und nicht parallel. Eine Klausurphase gibt es somit nicht. Denn die Prüfungen finden im Rahmen von Projektarbeiten, Hausarbeiten und Klausuren immer im Anschluss des jeweiligen Moduls statt. Die Länge der verschiedenen Module variiert dabei zwischen zwei und vier Wochen. Zudem fanden die Vorlesungen immer von Montag bis Donnerstag statt im Zeitraum von 8.30 bis 15.30 Uhr. Den Freitag nutzen die Studenten zum Selbststudium. Zu jedem Modul muss immer Fachliteratur gelesen werden, die im Rahmen einer Aufnahmeprüfung im vierten Semester in einem Multiple-Choice-Test abgefragt wurde.

Ein Nebenjob ist auf jeden Fall machbar neben dem Studium, sofern dieser am Wochenende stattfinden kann. Denn eine Werkstudentätigkeit mit 20 Stunden pro Woche in einem Unternehmen ist kaum umsetzbar, aufgrund des festen Curriculums. Ich habe beispielsweise neben meinem Studium in der Gastronomie gearbeitet und habe in den Sommerferien Praktika absolviert. So konnte ich neben meinem Studium Berufserfahrung in der Branche sammeln. Positiv aufgefallen ist mir dabei vor allem, dass mich die EMBA extrem gut auf die Arbeitswelt vorbereitet hat. Denn viele Aufgaben und Projekte konnte ich aufgrund von Vorkenntnissen erfolgreich und strukturiert bearbeiten.

In den ersten zwei Semester wurden in meinem Studium vor allem die Bereiche Projektmanagement, journalistische Grundlagen, Marktforschung sowie Betriebswirtschaftslehre abgedeckt. Eine Fachvertiefung erfolgte ab dem dritten Semester mit den Modulen Public Relations, Corporate Branding, Issues Management & Content Marketing und Kampagnenmanagement.

Die Hochschule Mittweida – Studienverlauf

Wie bereist erwähnt erfolgt im vierten Semester eine Aufnahmeprüfung, um an der Hochschule Mittweida zugelassen zu werden. Grundlage für die Prüfung ist Fachliteratur zu jedem Modul mit jeweils 20 bis 100 Seiten. Das ergibt am Ende insgesamt 800 Seiten von 24 Modulen. Hört sich nicht nur viel an, sondern ist auch jede Menge Arbeit. Mein Tipp: Lese die Literatur parallel zum Studium, damit du die Zeit vor dem Test zum intensiven Lernen nutzen kannst. Wer sich gut auf den Test vorbereitet, wird nicht durchfallen. Auch die EMBA unterstützt die Studenten im Rahmen von Empowerment-Seminaren im Umgang mit der Fachliteratur.

Der Test fand in Mittweida statt, wobei die EMBA sich um die Unterkunft, Speis und Trank, sowie die An- und Rückfahrt gekümmert hat. Der Test gehörte definitiv zu der größten Herausforderung im Studium, ist aber mit der richtigen Vorbereitung machbar. Nachdem ich erfahren habe, dass ich den Test bestanden habe, wurde ich nun offiziell bei der Hochschule Mittweida immatrikuliert.

Bestandteile der letzten beiden Semester sind lediglich eine sechswöchige Präsenzphase in Mittweida, ein mindestens dreimonatiges Pflichtpraktikum sowie die Ausarbeitung der Bachelor Thesis. Die Reihenfolge kann beliebig gewählt werden. Es ist jedoch sinnvoll mit der Präsenzphase in Mittweida zu starten. Denn hier werden wichtige Informationen bezüglich der Bachelorarbeit und des Praktikumsberichts bereitgestellt. Die Präsenzphase ist eine tolle Chance, um das staatliche Hochschulsystem kennenzulernen, sich mit Kommilitonen aus anderen DHS-Akademien auszutauschen, sowie tolle Spots in der Umgebung kennenzulernen, z.B. Prag. In Mittweida werden die Module Wissenschaftliches Arbeiten, Gründungsmanagement, Mediengeschichte und Kommunikationsmodelle durchgenommen, wobei die Phase mit drei Klausuren endete.

Pflichtpraktikum und Bachelorarbeit

Nach der Beendigung der Präsenzphase hat direkt mein Pflichtpraktikum in einer PR-Agentur gestartet. Ich habe mich für ein dreimonatiges Praktikum entschieden, da ich meine Bachelorarbeit in der ersten Schreibphase bearbeiten wollte. Viele meiner Kommilitonen haben sich jedoch auch für längere Pflichtpraktika entschieden, um noch mehr Praxiserfahrung zu sammeln. Jedoch muss in diesem Fall oftmals ein Semester an das Studium angehängt werden, was sich aufgrund der Corona-Krise jedoch nicht negativ auf die Regelstudienzeit auswirkt.

Bei der Bearbeitung der Bachelorarbeit wurden viele Vorkenntnisse im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens verlangt. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt an der EMBA, denn wir sollten in den ersten vier Semester lediglich eine Hausarbeit verfassen. Dadurch war eine ausreichende Vorbereitung auf die Abschlussarbeit nicht gegeben. Genaueres Verständnis für die Bearbeitung von wissenschaftliche Arbeiten erhielt ich zwar bei einem gleichnamigen Soft Skill Seminar und Modul in Mittweida, jedoch fehlte die Übung für die Ausarbeitung. Das nehme ich jedoch gerne in Kauf dafür, dass ich wertvolle Praxiserfahrung in meinem Studium erlangen konnte. Letztendlich habe ich meine Bachelorarbeit auch so erfolgreich bestanden.

Resumée

Nach knapp drei Jahre Studium wird es Zeit, endlich ein Fazit zu ziehen. Ich kann ein Studium an der EMBA definitiv empfehlen. Gerade durch kleine Seminargruppen, praxisnahe Projekte und Dozenten aus der Branche ist eine optimale Vorbereitung auf die berufliche Karriere gegeben. Auch wenn sich viele Kommilitonen oftmals über einige Gegebenheiten der EMBA beschwert haben, wie beispielsweise das fehlende Studentenleben, möchte ich an dieser Stelle ein Lob aussprechen. Zu mir hat das Studium perfekt gepasst und letztendlich ist das Studium das, was du selber draus macht. Meine Zielsetzungen in Bezug auf meine berufliche Karriere habe ich definitiv erreicht.

Fazit EMBA
Wo studierst du und kannst du dein Studium empfehlen?

Titelbild: Pixabay

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.